
Bio aus Leidenschaft
Brie de Meaux
Ein besonderer Brie

Rund um Paris findet man die besten Bries Frankreichs. Er begeistert die Menschen schon seit Karl dem Großen, der ihn bereits im Jahr 774 in seinen Chroniken pries. Rabelais zitierte Brie in Romanen. Im 18. Jahrhundert werden jede Woche 50 Wagen Brie nach Versailles geliefert, um den Tisch des Königs damit zu versorgen. Seinen internationalen Ruhm erlangte der Käse auf dem Wiener Kongress im Jahr 1814, als er anlässlich eines von Talleyrand organisierten Abendessens zum „König aller Käse“ gekürt wurde. Seit 1980 darf der Brie de Meaux das AOP-Qualitätsgütesiegel tragen, welches die Qualität des Produkts, Herkunft und Herstellungsmethode gewährleistet.
Nach einer mindestens 4-wöchigen Reifung kommt der Brie de Meaux AOP mit einer dünnen, zart gestreiften, weißen Edelpilzrinde in den Handel. Nach und nach färbt sich seine Rinde rötlich, ein positives Zeichen seiner Reifung. Verantwortlich hierfür sind Reifungskulturen und Mikroorganismen der Rohmilch. Gewöhnlich beginnt die Verfärbung in den Randzonen, bis sie den ganzen Käse überzieht. Die Farbe ist im Wesentlichen auf Carotinoide, in Kombination mit anderen Pigmenten zurückzuführen. In Frankreich ist es üblich, den Brie de Meaux von weiß bis rötlich, also in allen Reifestufen, anzubieten. Die Rinde ist in jedem Stadium essbar. Mit zunehmender Rotfärbung wird der Brie kräftiger, was wiederum Geschmackssache ist. Übrigens darf Brie, im Gegensatz zu einem Camembert, beim Anschneiden die Rinde "verlassen". Aus diesem Grund gibt es Auslaufstopper, die man gegen die Schnittfläche legt.